|
Rückblick in die Vereinsgeschichte
Gründung 1897-1940
Der MGV Meißen wurde im Herbst 1897 von 18
Meißener Bürgern unter der Leitung von Chorleiter H Großkurt und dem
Vorsitzenden Lehrer Tüting ins Leben gerufen. Und infolge dessen im Vereinslokal Hermann Brune (heute: Ratsklause) Woche für
Woche sangen.
Der damalige Ortsvorsteher Fritz Forstmeyer war
einer der größten Förderer. Neben dem Vereinswirt Hermann Brune, der die heute
noch vorhandene Vereinsfahne stiftete.
Aus allen Bevölkerungsschichten kamen Sänger, die
aus Freude am Singen eine Gemeinschaft suchten, in der sie neben der stimmlichen
Schulung vor allem das Wertgefühl in der Musik erfahren konnten.
Es wurden Konzerte veranstaltet, die guten Anklang
fanden.
Von 1915
-
1919 (1. Weltkrieg) ruhte die Vereinsarbeit.
Durch den 1. Weltkrieg gab es einen starken
Rückschlag im Vereinsleben, doch fand man sich nach dem Friedensschluss wieder
zum Singen zusammen. Die Lücken in der Mitgliedschaft, die der Krieg gerissen
hatte, wurden durch neue sangesfreudige Männer wieder geschlossen. In dem 20er
und 30er Jahren hatte der MGV Meißen durchschnittlich 50 Sänger.
Nachkrieg 1950-1960
Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges war Liedervater
Wilhelm Wehmeier durch die Einberufung etlicher Sänger wiederum gezwungen, die
Sängerarbeit einzustellen. Nach dem 2. Weltkrieg fiel es schwer, den Verein
wieder aufzubauen, da sich inzwischen ein starker „Gemischter Chor“ in Meißen
gebildet hatte. Doch auf Initiative der Sangesfreunde Karl Prange. ( lange Zeit
Vorsitzender) Walter Wehmeier und Fritz Kuhlmann wurde der Chor am 24. Juni 1950
wieder arbeitsfähig. Unter dem Vorsitz von Wilhelm Sassenberg (1950) und Walter
Wehmeier (ab 24.
10. 1950) und deren straffer Vereinsführung kam
der MGV Meißen zu neuem Ansehen. Der Drang nach höheren Leistungen fasste immer
mehr Raum.
Unter der Leitung, Schulung sowie Stimmbildung
durch Vorkriegsdirigenten Helmut Epping
verschaffte sich der Chor bald einen Ruf, der aufhorchen ließ.
Der MGV Meißen bot sein erstes Nachkriegskonzert
am 13. Januar 1952 im Saal des
Vereinslokal in Meißen. Als Mitwirkende Gastvereine wirkten in dem bis auf den
letzten
Platz gefüllte Saal die Mindener Liedertafel „Concordia“, der MGV „Einigkeit“
Minden
und der MGV Nammen mit.
Ein weiterer Erfolg war die Teilnahme am
gemeinschaftlichen Singen zum Kreissängerfest im Juni 1953 in Herford.
Nach Beendigung des zweiten Weltkrieges wurde der
DSB von den Besatzungsmächten verboten. Der damals amtierende Schriftführer des
MGV Meißen hatte aus Furcht vor Repressalien sämtliche Dokumente und Unterlagen
wie Mitgliederlisten, Urkunden, Protokollbücher u. a. verbrannt. Die
Vereinsfahne ist in einem Versteck erhalten geblieben.
Im Laufe der nächsten Jahre nahm der Chor unter
Bernhard Dornbusch einen gewaltigen Aufschwung. Der Chorleiter verstand es mit
gutem Gespür namhafte Chöre und Solisten für richtungweisende Konzerte zu
verpflichten.
Als Gäste heim MGV Meißen waren so der MGV
‚.Liederhort“ Berlin -
Spandau. der
Soldatenchor der „7. U.S. Armee“ aus Heidelberg. der Mindener Kinderchor, Prof.
Jan Natermann von der Musikakademie Detmold (Klavier) und Paul Meisen,
Solo-Flötist der
Staatsoper Hamburg.
Am 12. Oktober 1957 wurde das 60jährige Jubiläum
mit einem Chorkonzert in festlicher Form begangen.
1960-1997
Am 13. und 14. Mai 1961 fand das 9. Amtssängerfest
des Amtes Hausberge in Meißen statt.
Ausrichter war der MGV Meißen.
Nach dem aus gesundheitlichen Gründen erfolgte
Rücktritt Bernhard Dornhuschs, übernahm der Meißener Willi Dierksmeyer die
Chorleitung, dem 1979 der 20 jährige Reinhard Neumann folgte. Unter seiner
Chorleitung gab es weitere wesentliche Fortschritte in der Chor- und
Vereinsarbeit.
So gelang es ihm zum 85jährigen Bestehen erstmalig
einen Meisterchor, den „Quartettverein Bocholt“ unter dem renommierten
Chordirektor und Komponisten Otto Groll, nach Minden zu verpflichten. Zum 90sten
Bestehen konnte sogar der 7fache Meisterchor des DSB „Flügelrad Wuppertal“ in
der ausverkauften Mindener Doppelaula begrüßt werden.
Im 95.
Vereinsjahr wirkte man zusammen mit dem befreundeten Gemischten Chor Leteln in
einem Weihnachtskonzert mit dem namhaften Tenor Renè Kollo in der Stadthalle in
Minden mit.
1997-heute
Im Jahr 1997 feierte der Männergesangverein Meißen sein 100jähriges
Chorjubiläum. Der Chor erhielt die Zelterplakette für seine Verdienste um den
Chorgesang. Als Gast zum Jubiläumskonzert wurde der Kammersänger Günter Wewel
eingeladen.
In den Jahren 1998 und 2001 gewann der Chor die Zuccamaglio
- Medaille.
Bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 2006 wurde
eine Namensänderung beschlossen.
Der neue Chorname lautet Männerchor Meißen von 1897 e.V..
Dazu wurde auch ein neues Logo entwickelt
Das Jubiläumsjahr zum 110 jährigen Jubiläum des
Chores wurde mit vielen Veranstaltungen gefeiert. Unter diesen Veranstaltungen
waren eine Gedenkfeier für die Verstorbenen Sänger, einem Festgottesdienst,
einer Chorreise nach Meißen/Sachsen und einem Jubiläumskonzert in Stadttheater
Minden.
Im Jahr 2008 zog der Chor in seinen eigenen
Chorraum in der ehemaligen Grundschule Meißen für die Probenarbeit und
Veranstaltungen. Der Raum wurde zuvor von den Sängern in Eigenarbeit renoviert.
Die Einweihung des Raumes wurde mit einem Empfang für Mitglieder und Sponsoren
nach dem Frühjahrskonzert begangen.

So war, ist und bleibt der Männerchor Meißen ein
wichtiger Träger des Vereins- und Kulturlebens in Meißen. Minden und Umgehung.
der mit seinen vielen Aktivitäten, wie kleinen und großen Konzerten. Offenen
Singen. Sängerkommersen. Konzertfahrten, Ausflügen, Kurkonzerten und Auftritten
in Altenheimen, vielen Menschen Freude bereitet und viele Freunde gefunden hat.
|