Chorseminar - Männerchor Meißen

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Chorseminar

Berichte > 2011

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah ist.
Chorwochenende in Meißen

Hierzu die Gedanken eines "Sänger-Novizen":

......So war ich natürlich sehr gespannt auf das Chor-Seminar am 26. Und 27. Februar in unserem Chorraum. Ganz besonders, weil viele Sangesbrüder von den Seminaren in Rietberg schwärmten. Begrüßt mit einer reichhaltigen Kaffetafel mit Gebäck und Kuchen, fiel der Einstieg in das Seminar sehr leicht. Die Sorge um unser leibliches Wohl, zelebriert von dem „Versorgungsteam Ulli und Rolf“ zog sich wie ein roter Faden durch das Wochenende und trug mit zum Erfolg der Veranstaltung bei.
Das traditionelle Einsingen führte mir einmal mehr vor Augen, wie wichtig richtiges Atmen für erfolgreiches Singen ist.
Die dann folgenden Übungseinheiten waren geprägt von einer, für mich faszinierenden, Konzentrationsfähigkeit und  -bereitschaft der Teilnehmer. Auch wenn zwischendurch scherzhafte Kommentare ausgetauscht wurden, die notwendige Spannung war immer schnell abrufbar.
Unser Chorleiter Reinhard, zeitweise unterstützt von Christoph, forderte und förderte diese Spannung konsequent durch eine breite Auswahl von Chorstücken unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Von „Freunde lasst uns singen“ bis „Traum der Erinnerung“ reichte der Bogen des Liedgutes. Besonders berührt hat mich persönlich „Alle Liebe dieser Welt“ (nach Elvis Presleys „Love me tender“). Dabei glitt das Lied dank Reinhards Leitung nicht in die „Abteilung Schnulze„ ab, sondern war ein Beispiel wie man Gefühle glaubhaft darstellen kann.
In dieser stressfreien Atmosphäre ohne Zeitdruck, nahmen alle Teilnehmer die Forderung von Reinhard gerne auf, die „Seele“ der Lieder und das Anliegen der Komponisten authentisch darzustellen. Unermüdlich haben die Teilnehmer schwierige Stellen wiederholt und präzisiert, um dann das Ergebnis zu einem klangvollen Ganzen zusammenzuführen.
Wie motiviert alle waren, wurde deutlich als Christoph einen Akkord anspielte, den der Chor sofort aufnahm, ohne auf den Dirigenten zu warten. Das erinnerte mich an ein Schlittenhunderennen, bei dem die Huskys meistens auch kaum zu halten sind.
Dann aber auch zur Auflockerung: Ein kurzes Vorspiel und alle intonieren inbrünstig und auswendig „Die Rose“
Zu einem Seminar gehört heute natürlich auch Technik. Beamer und Videokamera ergänzten die Arbeit und trugen zum Erreichen der gesteckten Ziele bei.
Dabei kam aber auch die Chorgemeinschaft nicht zu kurz. Angeregte Gespräche füllten die Pausen und das sonntägliche Mittagessen aus. Ein rustikales Abendessen mit anschließendem Smalltalk bildete den Abschluss des ersten Tages.
Für mich waren diese Stunden ein wunderbares Gemeinschaftserlebnis und ein Lehrstück für konzentriertes, aber auch entspanntes Arbeiten. Das Seminar hat mich auf dem noch weiten Weg zum Sänger sicher ein gutes Stück voran gebracht.





 
 
 
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