Ausflug Bremerhaven - Männerchor Meißen

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Ausflug Bremerhaven

Berichte > 2012

Tagesausflug Quartettverein Bad Oeynhausen und Männerchor Meißen
nach Bremerhaven
am Donnerstag (Fronleichnam), dem 7.6.2012

Pünktlich um 7:15 Uhr bestiegen die Meißener Sänger mit ihren Partnerinnen den Bus aus Bad Oeynhausen. Ca. 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich gut gelaunt mit dem Komfortbus auf den Weg nach Bremerhaven. Unterwegs machte Günter Wittig die Reisegruppe mit der Geschichte der Stadt am Meer bekannt. Danach führte erst die aufstrebende Segelschifffahrt nach Übersee im frühen 19. Jahrhundert zur Stadtgründung im Jahre 1827. Die traditionsreiche Freie Hansestadt Bremen, 60 km flussaufwärts gelegen, suchte einen Hafen direkt am Meer und kaufte dem Königreich Hannover ein Stück Land ab, wo ein künstliches Hafenbecken, der Alte Hafen, angelegt wurde. Seither wurden bis heute die Hafenanlagen der Stadt immer wieder erweitert. Bereits während des Aufschwungs von Welthandel und Seeschifffahrt in der Zeit bis zum Ersten Weltkrieg entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Übersee- und Fischereihafen und namhaften Schiffbaustandort. An der Spitze stand jedoch der Liniendienst nach New York, der vom renommierten Norddeutschen Lloyd aus Bremen (1857) mit großen Passagierlinern von Bremerhaven aus betrieben wurde. Viele Auswanderer, die sich in den USA ein besseres Leben erhofften, nahmen vom alten Kontinent in Bremerhaven Abschied.
Nach Erreichen von Bremerhaven bot das Programm den Teilnehmern die Besichtigung des Deutschen Auswanderehauses oder des Klimahauses an:

Die Ausstellungsfläche des Klimahauses umfasst 11.500 m² [3] und ist in die vier Ausstellungsbereiche Reise, Elemente, Perspektiven und Chancen gegliedert.
Der Bereich Reise nimmt mit 4.800 m² die größte Fläche ein. Von Bremerhaven ausgehend soll die Reise entlang des achten östlichen Längengrads führen. Neun Reisestationen in acht Länder stellen die unterschiedlichen Klimazonen der Erde dar.

Das Deutsche Auswandererhaus steht in Bremerhaven an einem historischen Standort. Es liegt direkt am Neuen Hafen, der 1852 eröffnet wurde und von dem bis 1890 knapp 1,2 Millionen Menschen in die Neue Welt aufbrachen. Neben dem Neuen Hafen waren der Alte Hafen, die Kaiserhäfen und die Columbuskaje Abfahrtsorte für die insgesamt 7,2 Millionen Auswanderer, die von Bremerhaven in eine neue, oftmals ungewisse Zukunft aufbrachen.

Nach so vielen Informationen und Eindrücken stellte sich zwangsläufig Hunger und Durst ein. Der Bus steuerte ein Lokal im Zollhafen an, das von außen der Kulisse einer Seeräuberkneipe ähnelte. Der "Treffpunkt Kaiserhafen" (sinnigerweise - "die letzte Kneipe vor New York") ist eine Mischung aus Gaststätte und Museum: Funkgeräte, Positionslampen und Taucheranzüge umgeben die Gäste, das Bier fließt aus ehemaligen Maschinentelegrafen. Speisen, Service und Getränke waren hervorragend.
Danach bestand Gelegenheit für eine Hafenrundfahrt, die vorbei an Anlagen für die Offshore-Windkraft und riesigen Autotransportern führte.
Gegen 17:00 Uhr machte sich dann die Gruppe nach diesem schönen Tag, voller neuer Eindrücke und schönstem Frühsommerwetter, frohgemut auf die Heimfahrt.

 
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